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Ende gut? Umstrittener Bischof Krenn nimmt Mitra nach Pöltener-Pädo-Skandal

Auf massiven Druck des Vatikans ist der umstrittene Bischof der Diözese St. Pölten zurückgetreten. Der 68-Jährige war im Zusammenhang mit dem Sex-Skandal am St. Pöltener-Priesterseminar in die Kritik geraten. Wie berichtet hatte Krenn die homoerotischen Vorgänge an seiner Lehranstalt als „vorweihnachtliche Bubenstreiche“ abgetan. Bis zuletzt unbeeindruckt zeigte sich der Oberhirte auch von den pädophilen Neigungen einiger Seminaristen. Auf den Computern der Anstalt waren tausende Fotos mit sexuellen Handlungen an Kindern aufgetaucht. Bislang ungeklärt ist zudem der Selbstmord eines Seminarteilnehmers. Beobachter gehen davon aus, dass sich der Mann auf Betreiben eines ehemaligen Lehrbeauftragten das Leben genommen hat.

Nach Bekannt werden des Skandals hatte der Heilige Vater die Machtbefugnisse Krenns schon im Juli eingeschränkt. Einen Höhepunkt der Affäre markierte die Übernahme der Amtsgeschäfte Krenns durch den Vorarlberger Bischof Klaus Küng. Das Seminar wurde im August geschlossen. Krenn selber war jede Stellungnahme in der Öffentlichkeit untersagt worden. Der Pöltener-Pädo-Skandal hatte tausende österreichische Katholiken dazu bewogen, ihrer Kirche den Rücken zu kehren. Bislang nicht bekannt ist, ob Johannes Paul II schon einen Nachfolger für Altbischof Krenn ernannt hat.

Bearbeitet von:   -  Quelle: Das Textbüro - Red. Landschau
 


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