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Glosse
 

Peitsche statt Platzverweis: Islamisches (Sport-) Gericht setzt Zeichen für „saubere Liga“ in Deutschland

Wer bislang glaubte, dass sich Fußballprofis aus muslimisch geprägten Ländern vor allem aus Profitgründen für ein Engagement bei bundesdeutschen Kickervereinen interessieren, könnte sich auf dem Holzweg befinden. Informationen des Instituts für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz (IfI) legen nahe, dass auch ein vergleichsweise zahnloses Rechtssystem und der freizügige Lebensstil der westlichen Welt ihren Teil dazu beitragen, dass notorische Super-Machos, wie der rechtskräftig wegen sexueller Nötigung verurteilte Hany Ramzy, alles daransetzen, ihren Leidenschaften fern der wachsamen Augen islamischer Sittenwächter nachzugehen.

Im aktuellen Fall hatte ein saudi-arabisches Gericht den Fußballspieler Marsuk al-'Itebi zu einer Freiheitsstrafe von 20 Tagen und 20 Peitschenhieben verurteilt, weil er den Kicker einer gegnerischen Mannschaft regelwidrig angegriffen hatte. Offenbar mit einer „gelben Karte“ vergleichbar war die Strafe, die das Gericht einem Spieler namens Sayyid al-Wad'ani aufgebrummt habe, der, so die Pressemeldung des IfI-Auslandsdienstes, mit sieben Tagen Gefängnis und zehn Peitschenhieben davongekommen war. Welches Strafmaß muslimische Richter für „Grabscher“ vom Zuschnitt eines Hany Ramzy festgelegt hätten, möchte sich dieser wahrscheinlich nicht ausmalen. Sicher scheint, dass der „schöne Ramses“ kaum mit einer Bewährungsstrafe samt Zahlung einer „nicht unerheblichen Summe“ in die Kassen einer sozialen Einrichtung davongekommen wäre.

Bearbeitet von: Cornelius Bischoff  -  Quelle: Das Textbüro - Red. Landschau
 


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