| *** Nachrichten aus dem DIAKOnetz *** | Schlaf schön, aber richtig: Elterninitiative lobt Kinderklinik für Engagement im Kampf gegen Plötzlichen Kindstod Ein Schlafsack gehört zu den wichtigsten Waffen im Kampf gegen den Plötzlichen Kindstod. Einhundert der gemütlichen Beuteldecken hat der Landesverband der „Gemeinsamen Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod“ (GEPS) nun der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Städtischen Krankenhaus Pirmasens zur Verfügung gestellt. Nach Auskunft des GEPS-Landesvorsitzenden Herman-Josef Schwaab bedankt sich die Organisation mit ihrer Spende für das Engagement der Klinik-Mitarbeiter gegen das Sudden Infant Death Syndrom (SIDS). Seit Anfang des Jahres verteilt das Krankenhauspersonal kostenlose Babyschlafsäcke an Eltern, die sich für eine Entbindung in der Kinderklinik der Schuhmetropole entscheiden.
„Der Schlafsack ist unser wichtigstes Geburtstagsgeschenk“, sagt Dr. Hans-Georg Kläber. Der Chefarzt der Kinderklinik am Städtischen Krankenhaus Pirmasens rechnet, dass 1991 allein in Rheinland-Pfalz 100 Säuglinge dem Plötzlichen Kindstod zum Opfer gefallen sind. Dank einer gemeinsamen Anstrengung von GEPS, dem Gesundheitsministerium, der „Aktion Herzenssache“ des SWR und der Techniker-Krankenkasse in Rheinland–Pfalz sei es gelungen, diese Zahl auf 20 Todesfälle im Jahr 2003 zu reduzieren. Den Wert einer tatkräftigen Aufklärung bestätigen Vergleichszahlen aus den Niederlanden. Dr. Kläber: „Gemessen an der Summe aller Geburten liegt die Zahl der SIDS-Opfer in Rheinland-Pfalz nach wie vor um ein Fünffaches höher, als dies jenseits der Grenzen der Fall ist.“
„Die Zahlen machen deutlich, wie wichtig das fürsorgliche Engagement, zum Beispiel der Kinderklinik in Pirmasens, ist“, sagt Herman-Josef Schwaab, denn noch immer steht die Medizin vor einem Rätsel, was die tatsächlichen Ursachen des SIDS angeht. Unbestreitbar jedoch ist der Zusammenhang zwischen Schlafsack und rückgehender Sterblichkeitsziffer. Dr. Kläber: „Baby-Schlafsäcke machen Decken, Kissen und übergroße Kuscheltiere im Bett des Kleinkindes überflüssig.“ Die Beuteldecke erschwert es dem Säugling zudem, sich im Schlaf auf die Seite oder den Bauch zu drehen, ebenfalls ein Risikofaktor, der zu einem Ersticken des Kindes führen kann.
Mit seiner Schlafsack-Spendenaktion hat der Landesverband „Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod“ zehn Kliniken in Rheinland –Pfalz und dem Saarland ausgezeichnet. Neben dem Städtischen Krankenhaus in Pirmasens wurden Hospitäler in Mainz, Worms, Trier, Koblenz, Landau, Püttlingen und Neunkirchen geehrt. Nach Auskunft von Klinik–Geschäftsführer Dipl-oec. Martin Forster habe das Pirmasenser Krankenhaus Gelder in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt, um das Verteilen der lebenssichernden Beuteldecken auch in Zukunft sicherzustellen.
Interessenten bekommen weitere Informationen auf den Internetseiten der GEPS (www.geps-rp-saar.de) und bei der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Städtischen Krankenhaus Pirmasens. Die Telefon-Nummer lautet: 06331/714-1601
Bearbeitet von: Cornelius Bischoff - Quelle: Das Textbüro - Red. Landschau | Seite drucken Fenster schließen | | |
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