Qual der Wahl : Sprachrat registriert 21.000 Kandidaten im Rennen um das schönste Wort der Deutschen „Erdbeermund“, „Tausendschön“ oder „Pusteblume“? Seit Anfang Mai waren Liebhaber der deutschen Sprache aufgerufen, ihr persönliches Lieblingswort an den Deutschen Sprachrat zu senden. Über 21.000 Vorschläge haben die Jury inzwischen erreicht, sagte die Präsidentin des Goethe-Instituts, Prof. Dr. Jutta Limbach, nach Ablauf der Einsendefrist am Montag in München.
Ziel des Wettbewerbs war es, den Ruf des Deutschen als harte und trockene Sprache aufzupolieren. Es sei „erstaunlich, mit welchem Witz und welcher Ironie sich die Mehrzahl der Teilnehmer auf dieses Spiel eingelassen haben“ sagte Prof. Dr. Limbach: „Unser Wettbewerb hat vielfältige und unterschiedliche Vorschläge von kostbaren Wörtern hervorgebracht, die viel von der Schönheit und dem Reichtum sowohl unserer Sprache als auch unserer Kultur erzählen.“
Zu den über 1.000 Einsendungen, die die Jury schon vor dem offiziellen Beginn des Wettbewerbes erreicht hatten, zählte neben „Kichererbse“ und „Rapunzelsalat“ auch „Doppelhaushälfte“, ein Wort, das sich - mathematisch gesehen - selber wegkürzt. Das Lieblingswort des Kabarettisten Jürgen Becker lautet „und“, „weil danach ja immer noch etwas kommt“. Ein afghanischer Ingenieur hat das Wort „Frau“ als schönsten der Begriffe ins Rennen geschickt und der Favorit des Dramatikers Moritz Rinke lautet „Sommerfrische“, denn „bei dem Wort strecken sich die Füße ins Mittelmeer und das Gesicht hebt sich in die Sonne von Capri.“ Die Entscheidung der Jury hat Prof. Dr. Limbach für den Herbst angekündigt. Wer mehr wissen möchte bekommen weitere Informationen im Internet. Die Webadresse lautet:
www.deutscher-sprachrat.de
Bearbeitet von: - Quelle: Das Textbüro - Red. Landschau |