Voll normal: Bundesjustizministerin kündigt weitere Schritte zur Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften an Den traditionellen Umzug tausender Schwule und Lesben am sogenannten Christopher Street Day nahm Bundesjustizministerin Brigitte Zypries zum Anlass, zwei Gesetzesvorhaben anzukündigen, nach denen die rot-grüne Regierung noch vor der Sommerpause dafür sorgen wolle, dass die Rechte homosexueller Lebensgemeinschaften denen der traditionellen Ehe angeglichen werden. In einem Pressegespräch sagte die SPD-Politikerin, dass Schwule und Lesben, die in eingetragenen Beziehungen leben, das Recht bekommen sollen, die Kinder ihrer jeweiligen Partner zu adoptieren. Verbesserungen stellte Zypries auch im Blick auf die Hinterbliebenenversorgung in Aussicht.
Eröffnet wurde die bunte Parade, die sich am Samstag durch die Straßen der Hauptsstadt schlängelte, vom Regierenden Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit (SPD). Der bekennende Homosexuelle forderte CDU und CSU auf, die anstehenden Erweiterungen beim Lebenspartnerschaftsgesetz im Bundesrat nicht länger zu blockieren. „Wir sind noch lange nicht soweit, dass alles gleichgestellt ist“, sagte Wowereit. Den Umzug am Christopher Street Day sieht der Politiker als eine Mahnung an die Gesellschaft, gegen Benachteiligungen Homosexueller im Alltag, gegen Mobbing und Diskriminierung am Arbeitsplatz, vorzugehen.
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