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Schwule im Visier: Gewissensprüfung sichert US-Volksgesundheit

Auf der Suche nach rechten Wählerstimmen hat US-Präsident George W. Bush ein neues Gefechtsfeld eröffnet. Mitarbeiter von Annahmestellen für Samen- und Gewebezellen sind angewiesen, anonyme Spender einer Gewissensprüfung zu unterziehen. Zum Erhalt der Volksgesundheit würden Spenden von Männern abgelehnt, die homosexuelle Kontakte zugeben, heißt es in einer Presseinformation.


Nach Auskunft eines Sprechers der Gesundheitsbehörde FDA solle die Neuregelung dazu beitragen, das Risiko von HIV-Infektionen zu reduzieren. Viele US-Amerikaner halten AIDS noch immer für eine „Schwulenkrankheit“. Mit ihrer Entscheidung wolle die Regierung der entsprechenden Sorge von Patienten und medizinischen Einrichtungen Rechnung tragen. Als Spender abgelehnt werden auch Männer, die zugeben, in den vergangenen fünf Jahren Drogen gespritzt zu haben.


Auf Protest stößt die Bush-Offensive nicht nur bei den Schwulenverbänden des Landes. Auch Bürgerrechtsvereinigungen haben ihren Widerstand gegen die neue Diskriminierung Homosexueller angekündigt. Moderne Testverfahren können eine HIV-Infektion innerhalb von 72 Stunden nachweisen. In einer entsprechenden Erklärung heißt es, dass sich die Bush-Administration einmal mehr über wissenschaftliche Erkenntnisse hinwegsetze, um im Lager der extremen Rechten auf Stimmenfang für den Präsidentschaftswahlkampf zu gehen.

Bearbeitet von:   -  Quelle: Das Textbüro - Red. Landschau
 


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